Jérémy Mathieu, einst Leistungsträger beim Valencia CF und später Teil der großen Ära des FC Barcelona, sorgt mit einem offenen Interview für Besorgnis. Der 42-jährige ehemalige Profi arbeitet heute in einer Intersport-Filiale nahe Marsaille, weit entfernt von den glanzvollen Stadien seiner aktiven Zeit. Sein Leben nach dem Fußball war „schwieriger, als ich dachte“, sagte Mathieu in einem Gespräch mit beIN Sports und bestätigte, dass er nach seiner erzwungenen Karriere-Beendigung 2020 infolge einer schweren Knieverletzung monatelang an einer Depression litt.

Die Entscheidung, im Einzelhandel zu arbeiten, fiel nicht aus bloßem Zeitvertreib: Mathieu erklärte, dass „etwas passiert, das mir viele Probleme bereitet“, und bestätigte, derzeit in einen Gerichtsprozess verwickelt zu sein – über dessen Inhalt er keine Details preisgeben wolle. Für ihn sei der Job bei Intersport vor allem ein Weg, wieder in Kontakt mit Menschen zu kommen und eine gewisse Alltagsstruktur zu entwickeln.

Die virale Verbreitung eines Fotos, das ihn an der Ladenkasse zeigt, brachte ihm kurzlebige mediale Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit habe es ihm nicht unbedingt leichter gemacht: Fans strömten teils nur herbei, um ein Foto zu machen, was Mathieu laut eigenen Aussagen in seiner Suche nach Normalität eher hinderte.

Mathieu betonte jedoch, dass er nicht ewig in dieser Rolle bleiben wolle. Sein Einsatz im Laden sei als Übergang gedacht, nicht als dauerhafte Lebensperspektive, und er hoffe, seine persönlichen und rechtlichen Herausforderungen bald hinter sich zu lassen.