Carlos Corberán will beim Valencia CF keine Diskussion über mögliche Europapokalplätze aufkommen lassen. Vor dem Auswärtsspiel bei Real Oviedo stellte der Trainer klar, dass jede Spekulation über die Tabelle derzeit „nur Lärm“ sei und dem Team nicht helfe.

Im Mittelpunkt stehe ausschließlich die Partie in Oviedo, obwohl Valencia nach dem jüngsten Sieg wieder näher an die obere Tabellenhälfte herangerückt ist. Corberán warnte ausdrücklich davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen. Oviedo habe deutlich mehr Qualität, als die Punkteausbeute vermuten lasse, spiele aggressiv, presse hoch und verfüge mit Santi Cazorla über einen Spieler, der selbst von der Bank aus ein Spiel verändern könne.

Der Trainer erinnerte zudem daran, dass Oviedo Valencia im Hinspiel bereits Probleme bereitet habe. Genau dieses Spiel diene intern als Warnsignal. Für Corberán ist deshalb entscheidend, dass seine Mannschaft von Beginn an mit maximaler Konzentration und Intensität auftritt.

Auch Fragen zu möglichen Vertragsverlängerungen oder zur Zukunft einzelner Spieler wollte er nicht vertiefen. Weder bei Guido Rodríguez noch bei anderen Personalien wolle er sich mit Perspektiven für die kommende Saison beschäftigen. Entscheidend sei allein, dass jeder Spieler aktuell sein bestes Niveau erreiche.

Zur personellen Situation erklärte Corberán, dass Renzo Saravia nach seiner verkürzten Vorbereitung körperlich Fortschritte mache und dem Kader deshalb wieder zur Verfügung stehe. Allerdings müsse der Verteidiger weiterhin Trainingsrückstand aufholen, weil ihm Testspiele zur Belastungssteuerung fehlten.

Auch die Diskussion über Schiedsrichterentscheidungen wollte Corberán sachlich halten. Zwar sei es positiv, wenn Fehlentscheidungen offiziell eingeordnet würden, zugleich dürften sie nicht als Ausrede dienen. Wichtig sei vielmehr, dass Valencia zuletzt mehrfach auf Rückschläge reagiert und Spiele trotz widriger Umstände gedreht habe.

Die Fallas in Valencia spielen laut Corberán ebenfalls keine Rolle bei der Vorbereitung. Für die Mannschaft gebe es derzeit nichts Wichtigeres als Training und Wettbewerb.

Sein Fazit blieb eindeutig: Die Ambition des Teams sei maximal, aber sie richte sich ausschließlich auf das nächste Spiel. Über Europa zu sprechen, sei verfrüht und lenke vom Wesentlichen ab.