Nach der 79:96-Niederlage von Valencia Basket bei Real Madrid analysierte Trainer Pedro Martínez vor allem die entscheidende Phase kurz vor der Halbzeit als Wendepunkt der Partie. Der Rückstand, den sein Team in den letzten Minuten des zweiten Viertels kassierte, habe die Mannschaft mental stark belastet und im dritten Abschnitt zu überhasteten Entscheidungen geführt.

Martínez erklärte, Valencia habe bis kurz vor der Pause ein konkurrenzfähiges Spiel gezeigt, sei danach jedoch zu hektisch geworden. Der Versuch, Ballgewinne und Punkte schnell aufzuholen, habe zu überstürzten Offensivaktionen geführt, was Real Madrid konsequent ausnutzte. Besonders kritisch sah der Trainer die defensive Arbeit gegen die Distanzschützen der Gastgeber, die aus seiner Sicht deutlich besser hätte ausfallen müssen.

Auch im Abschluss zeigte sich Valencia ungewohnt fehleranfällig. Martínez verwies darauf, dass sein Team zahlreiche Würfe aus kurzer Distanz liegen ließ – nicht allein wegen der Präsenz von Walter Tavares unter dem Korb. Gerade diese verpassten Chancen hätten verhindert, dass Valencia länger auf Augenhöhe blieb.

Auf der Gegenseite zeigte sich Sergio Scariolo zufrieden mit der Leistung seines Teams. Der Trainer von Real Madrid hob insbesondere die Ballbewegung, die mannschaftliche Geschlossenheit und das Verhältnis von Assists zu Ballverlusten hervor. Zudem lobte er die defensive Arbeit mehrerer Schlüsselspieler sowie die Entwicklung von Mario Hezonja und Facundo Campazzo.

Trotz des klaren Ergebnisses betonte Scariolo, dass Valencia weiterhin zu den stärksten Teams des Wettbewerbs gehöre. Für ein mögliches nächstes Aufeinandertreffen erwarte er deshalb eine deutlich engere Partie.