Javier Tebas sieht die Superliga Europea weiterhin als ernsthafte Gefahr für den europäischen Fußball. In einem Interview mit Le Figaro erklärte der Präsident von LaLiga, dass das Projekt zwar aktuell nicht unmittelbar bevorstehe, mittel- und langfristig jedoch weiter Bestand habe.

Besonders kritisch äußerte sich Tebas über die Rolle von Nasser Al-Khelaifi. Dessen Modell gleiche aus seiner Sicht der Idee von Florentino Pérez, verlaufe jedoch deutlich langsamer. Während Pérez eine rasche Umsetzung angestrebt habe, wolle Al-Khelaifi ähnliche Strukturen schrittweise über viele Jahre etablieren.

Auch die jüngste Annäherung zwischen beiden Funktionären bewertet Tebas skeptisch. Die Details der Vereinbarung seien nicht bekannt, weshalb er nicht glaube, dass die Bedrohung endgültig gebannt sei.

Darüber hinaus kritisierte Tebas den Interessenkonflikt Al-Khelaifis, der sowohl Präsident von Paris Saint-Germain als auch mit dem Sender beIN Sports verbunden ist. Dies schade nach seiner Ansicht der Glaubwürdigkeit des französischen Profifußballs und erschwere unter anderem die Vermarktung der TV-Rechte der Ligue 1.