Mit der Zustimmung des Stadtrats ist in Valencia ein politisch wie sportlich bedeutsamer Schritt rund um das Valencia CF-Großprojekt erfolgt: Das Rathaus erhält per neu beschlossenem Abkommen ein kostenloses Nutzungsrecht am künftigen Nuevo Mestalla. Damit gewinnt die Debatte um das seit Jahren verzögerte Stadionprojekt erstmals wieder klar konturierte Perspektive.

Der Vertrag regelt, dass die Stadt die neue Arena für internationale Spitzenveranstaltungen einsetzen kann – darunter UEFA-Endspiele, Länderspiele, hochrangige Leichtathletik-Wettbewerbe sowie potenzielle Partien der FIFA World Cup 2030. Gerade dieser Punkt ist politisch zentral, weil Valencia seine Ambitionen als möglicher WM-Standort unmissverständlich unterstreicht.

Sportdezernentin Rocío Gil sprach von einer Infrastruktur „auf höchstem Niveau“, die der Stadt ohne zusätzliche kommunale Belastung zur Verfügung stehen soll. Das Abkommen läuft zunächst vier Jahre und kann verlängert werden.

Parallel dazu rückt auch das kommunale Sportzentrum in Benicalap näher. Der von Valencia CF finanzierte Komplex umfasst Hallenflächen, ein Schwimmbecken, Außenanlagen sowie die Integration archäologischer Elemente. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 11,27 Millionen Euro.

Bemerkenswert ist zudem die Nachhaltigkeitskomponente: Der Klub verpflichtet sich zum Einbau einer Photovoltaik-Überdachung. Darüber hinaus soll rund um das Stadion ein urbanes Umfeld entstehen, das Museum, Treffpunkte und symbolische Identität verbindet – ein Hinweis darauf, dass Nuevo Mestalla weit mehr sein soll als nur Spielstätte.