Sensation in der kalifornischen Hitze: Außenseiter Katar hat zum Auftakt der Gruppe B für eine dicke Überraschung bei der Weltmeisterschaft gesorgt. Durch ein Last-Minute-Tor erkämpfte sich der Asienmeister im San Francisco Bay Area Stadium ein dramatisches 1:1 (0:1) gegen die hochfavorisierte Schweiz und feierte damit den ersten Punktgewinn seiner WM-Geschichte.

Schweiz mit früher Führung: Katar trifft spät

Die Eidgenossen übernahmen von Beginn an wie erwartet die Spielkontrolle und belohnten sich früh für ihren engagierten Start. In der 13. Minute rannte Katars Torhüter Mahmoud Abunada im Strafraum ungestüm Remo Freuler um – den fälligen Elfmeter verwandelte Breel Embolo kurz darauf sicher zur verdienten 1:0-Führung für die Nati (16.). Zwar gab es heftige Proteste der Katarer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung in der Entstehung, doch der Treffer hielt der VAR-Überprüfung stand.

In der Folge entwickelte sich Einbahnstraßen-Fußball. Die Mannschaft von Murat Yakin dominierte das Geschehen nach Belieben, verpasste es jedoch fahrlässig, den Sack vorzeitig zuzumachen. Die Schweiz erspielte sich insgesamt astronomische 26 Torschüsse, agierte vor dem Gehäuse aber schlicht zu verspielt und unkonzentriert. Zudem erwies sich Abunada im katarischen Tor nach seinem frühen Fauxpas als bärenstarker Rückhalt.

Diese mangelnde Effizienz rächte sich in der vierten Minute der Nachspielzeit bitterböse. Als die Schweizer gedanklich wohl schon in der Kabine waren, schlug Homam Ahmed eine punktgenaue Flanke aus dem linken Halbfeld in den Strafraum. Dort stieg Kapitän Boualem Khoukhi am langen Pfosten am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich ins Netz (90.+4).

Während die Schweizer nach diesem fahrlässigen Auftritt bedröppelt den Rasen verließen, herrschte im Lager Katars grenzenloser Jubel über den historischen Punktgewinn.

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